Die Savoo-Veggie-Challenge: gesund und günstig!

Tablett voller vegetarischer Produkte, wie Früchte, Nüsse, Müsli und Honig

Viele Engländer haben sich im Januar vegan ernährt. Du hast den Veganuary verpasst? Kein Problem: Unsere 4-Tage-Challenge führt dich Schritt für Schritt an die Veggie-Küche heran. Damit kannst du ordentlich Geld sparen, denn tierische Produkte sind ganz schön teuer. Wusstest du nicht? Hört sich an, als sollte jemand dringend bei unserer Veggie-Challenge mitmachen!

Vegetarisch, praktisch, gut

Morgens Kaffee und Brötchen vom Bäcker, zu Mittag einen Hühner-Wrap vom Imbiss-Stand und abends eine saftige Vier-Käse-Pizza aus der Kühltruhe – um uns herum gibt es so wahnsinnig viel verlockendes Essen. Kein Wunder, dass wir ab und an schwach werden. Die süßen und deftigen Versuchungen sind allerdings nicht gesund und kosten uns dabei noch dazu eine ganze Stange Geld.

Gefüllter Geldbeutel zwischen Messer und Gabel

Die gute Nachricht ist: Es geht auch anders. Mit ein paar kleinen Änderungen im Alltag kannst du deutlich weniger für eure Mahlzeiten ausgeben und dabei genauso gut oder sogar noch besser essen. Du glaubst, das geht gar nicht? Challenge accepted. Unser Veggie-Experiment zeigt dir vor allem eines: Gesundes Essen muss nicht immer teuer und kann auch ganz schnell zubereitet sein. Die Challenge funktioniert so: Jeden Tag verzichtest  du auf eine Essensgewohnheit mehr – und erhältst im Tausch jeweils eine preiswerte Alternative.

Schätze zu Beginn grob, wie viel du in den vergangenen vier Tagen für Mittagssnacks und andere kulinarische Eskapaden ausgegeben hast. Halte die Zahl auf einem Blatt Papier fest. Am Ende der Challenge machst  du dasselbe und siehst dadurch genau, wie viel du im Vergleich gespart hast.

Auf los geht’s los: Die Savoo-Veggie-Challenge

Tag 1: Verzichte aufs Auswärts-Essen

Ein aufgeschlagenes Ei in Mehlmulde mit Kochbuch im Hintergrund

Bestimmt kennst du das: Du sitzt im Restaurant und wirfst auf der Speisekarte einen Blick auf die Preise. Huch, eine Portion Spaghetti Bolognese für 8,50 Euro! Wie geht denn das? Da fängst du fieberhaft an, im Kopf Zahlen zu überschlagen – wäre ein Essen daheim vielleicht doch günstiger gewesen?

Die viertägige Savoo-Veggie-Challenge beginnt mit etwas, das für deine Großeltern vermutlich ganz normal war: Bereite alle deine Mahlzeiten für einen Tag selbst zu. Da das Angebot an Veggie-To-Go-Gerichten noch begrenzt ist, kannst du auch hier schon leichter auf Fleisch verzichten, wenn du möchtest. Statt den Mittagssnack beim Imbissstand an der Ecke zu holen, koche dir am Vorabend ein einfaches Gericht vor. Was beim Abendessen übrig bleibt, kannst du am nächsten Tag mit in die Arbeit nehmen oder portionsweise einfrieren.

Statt dem Kaffee to go, fülle dir Zuhause eine Thermoskanne ab und du kannst das schwarze Gold den ganzen Tag lang genießen. In den meisten Büros gibt es auch Kaffeemaschinen. Auf den Auswärts-Becher kannst du also getrost verzichten und so täglich ein paar Euros sparen. Als Snack zwischendurch greife statt einem Sandwich oder Müsliriegel einfach zu preiswertem Obst oder sättigenden Nüssen.

 

So viel sparst du durchs Selbst-Kochen:

Rechnen wir doch einmal gemeinsam nach, wieviel du bei unserem Spaghetti-Bolognese-Beispiel tatsächlich sparen kannst, indem du dieses einfache Gericht selbst zubereitest.

Eine 500-Gramm-Packung Spaghetti erhältst du im Supermarkt für etwa 1,69 Euro, 500 Gramm gemischtes Hackfleisch für rund 2,50 Euro und eine Packung Tomatensauce mit etwa 380 ml für circa 0,99 Euro. Da es Zwiebeln selten einzeln gibt, kaufe einfach ein ganzes Kilogramm im Netz für gerade mal 0,95 Euro. Wer Lust hat, kann noch eine Karotte in die Sauce schnippeln und zahlt damit gerade mal 0,15 Euro drauf. Ein oder zwei Esslöffel konzentriertes Tomatenmark verfeinern die Sauce, also kaufe eine Tube für 0,49 Euro. Würze nach Belieben mit Salz und Pfeffer, welches du sicherlich in deinem Gewürzregal vorrätig hast. 

Nach Adam Riese kosten dich vier Portionen dieses Gerichts also gerade mal 6,77 Euro. Das sind fast zwei Euro weniger, als du im Restaurant für eine einzige Portion zahlst. Von dem Geld, dass du beim Italiener um die Ecke also in ein einziges Abendessen investierst, kannst du daheim ganze viermal satt werden. Vergiss dabei nicht, dass die du die meisten Zutaten nicht einmal ganz ausgeschöpft hast. Du hast also noch Reste übrig, die du für ein anderes Rezept verwenden und gegebenenfalls einfrieren kannst.

Wirf nun noch einmal einen Blick auf deinen Einkaufszettel und überlege, welche Zutat mit Abstand die teuerste ist. Na, fällt dir was auf?

Tag 2: Verzichte auf Fleisch und Fisch

Ein Reistopf mit Karotten, Tomaten, Brokkoli, Pilzen und Kräutern rund herum

Fleisch ist teuer. Weniger davon zu essen, ist bei rotem Fleisch nicht nur gesünder, sondern auch um einiges günstiger. Doch auch Geflügel, Fisch und Meerestiere lassen sich einiges kosten. Versuche als heutige Challenge einen Tag lang ohne Fleisch und Fisch auszukommen.

Das sind die Top-Zutaten, mit denen du deinen Gaumen stattdessen überraschen kannst:

  • Armer Tofu, den besten Ruf hat er nun wirklich nicht. Dabei kann der Fleischersatz ein echter Leckerbissen sein. Dafür ist es besonders wichtig, diesem mit den richtigen Kräutern und Gewürzen die richtige Geschmacksnote zu verleihen. Tofu enthält darüber hinaus viel Eiweiß und macht langanhaltend satt.
  • Angebraten und gut gewürzt machen sich Pilze aufgrund ihrer fleisch-ähnlichen Substanz perfekt in einem Burger. Auch das Pilz-Risotto ist ein vegetarischer Klassiker, dem so schnell kein Fleisch-Gericht etwas vormacht. Hier haben wir ein Rezept für ein cremiges Pilz-Risotto für dich.
  • Auberginen lieben wir schon lange. Jetzt ist die Zeit gekommen, sie ins Rampenlicht deiner Mahlzeit zu stellen, zum Beispiel als knusprig gebratene Auberginen-Taler. Na, läuft dir schon das Wasser im Munde zusammen?

Tag 3: Verzichte auf Milchprodukte

Eine aufgeschnittene Avocado mit Creme und Brot im Hintergrund

An Tag drei geht es einem deutschen Pausenbrot-Liebling an den Kragen, dem zu Ehren Helge Schneider sogar ein Lied gedichtet hat. Ja, Käsebrot ist ein gutes Brot – aber eben auch ein teures und kalorienreiches. Denn Käse ist eines der Lebensmittel mit dem größten Fett-Anteil.

Eines hat uns das Leben immerhin gelehrt: Nichts ist unersetzlich. Einen leckeren Brotaufstrich aus alltäglichen Zutaten kannst du dir im Handumdrehen selbst zusammen mischen und im Kühlschrank aufbewahren. Eine Avocado-Senf-Creme zum Beispiel kannst du in nur 10 Minuten selbst machen und kommst dabei günstig und auch noch kalorienärmer weg. Zerdrücke eine reife Avocado, mische etwas Honig, Senf und Zitronensaft dazu und würze nach Belieben mit Salz und Pfeffer.

Tag 4: Verzichte ganz auf tierische Produkte

Vier kleine Cupcakes mit Beeren

Tag vier bietet das größte Sparpotential, denn du verwendest überhaupt keine tierischen Produkte mehr. Wie du durch den Verzicht auf Fleisch, Fisch und Milchprodukten sparst, weißt du ja schon. In unserem heutigen Tipp zeigen wir dir zusätzlich, wie du mit veganen Desserts sowohl Kalorien als auch Geld sparen kannst.

Hier die Rechnung: Während du bei einer 10er Packung Eier für den Stückpreis noch relativ billig weg kommst, kann dich ein Glas Honig schnell mal 3 Euro kosten. Biene Maja lässt sich ihre Arbeit gut bezahlen. Gerade zum honig-süßen Hoch gibt es aber tolle Alternativen. Viel billiger kannst du deinem Müsli oder Morgenkaffee die nötige Süße nämlich mit Stevia verleihen. Der kalorienarme Zuckerersatz kommt meist in Großpackungen, jedoch solltest du diese nicht auf einmal plündern. Denn das Pulver hat es wirklich in sich: Stevia ist fast 300 mal süßer als Zucker und somit auch viel intensiver als Honig. Im Gegensatz zum Blütenhonig und raffiniertem Zucker ist Stevia auch sanft zu deinen Zähnen, statt zu den Rettungsringen an den Hüften. Probier doch mal dieses Rezept für Beeren-Muffins mit Stevia. Die Vorbereitung dauert nur etwa 10 Minuten und die Muffins kannst du super mit in die Arbeit nehmen und als Dessert oder süßen Snack am Nachmittag genießen.

Grün am Ende des Tunnels

Vier zunehmende Münzstapel und ein Glas gefüllt mit Münzen, außerdem grüne Pflanze

Du hast es echt durchgezogen. Veggie-High-Five! Nun ist der Augenblick der Wahrheit gekommen. Rechne deine Ausgaben der vergangenen vier Tage zusammen und vergleiche sie mit denen unmittelbar vor der Challenge. Wie viel hast du während der vergangenen Tage gespart?

Das Ergebnis wird bei so manch einem den Mund offen stehen lassen. Vielleicht hat die Challenge dich inspiriert, mehr selbst zu kochen, weniger Fleisch zu verzehren oder das Veggie-Experiment sogar zum Alltag zu machen. Entscheide für dich selbst, welche der vier Schritte du langfristig in deinen Alltag einbauen möchtest, um gesünder zu leben und gleichzeitig dein Sparschwein bis zum Rand aufzufüllen.

Hast du dein Schnitzel nun ganz neu zu schätzen gelernt – oder willst du es am Ende gar nicht mehr? Lass es uns wissen und schreib uns in den Kommentaren, was dein liebster Veggie-Fleischersatz ist!  

 

Für diesen Artikel haben wir uns an den Tagespreisen von Edeka am 29.01.19 orientiert.

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