Weltschlaftag 2019: Schlaf, Deutschland Schlaf

Infografik zu Ausgaben durch Schlaflosigkeit in Deutschland: Mangel an Schlaf führt zu Kosten durch Erkrankungen, durch Müdigkeit verursachte Unfälle. Außerdem geben Deutsche viel Geld für Wachmacher wie Kaffee, sowie für Schlafmittel aus

Abends ins Bett fallen und bis zum nächsten Morgen friedlich schlummern – das ist für den Großteil der Deutschen tatsächlich nur ein Traum. Immer mehr Menschen in Deutschland leiden unter Schlafproblemen und zahlen dadurch ordentlich drauf.

Natürliche Abwehr durchs Schlafen

80 Prozent der erwerbstätigen Deutschen hatten im Jahr 2017 Probleme ein- oder durchzuschlafen. Laut dem DAK-Gesundheitsreport ist die Zahl der Betroffenen seit dem Jahr 2010 um ganze 66 Prozent gestiegen.

Die empfohlenen sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht sind für den Körper jedoch wichtig, um sich zu regenerieren und helfen laut der DAK zum Beispiel bei der Abwehr von Krankheiten. Ständige Müdigkeit kann nicht nur zu Stress, sondern auch zu Burnout und Depressionen führen. Studien bringen chronische Schlafprobleme außerdem in Verbindung mit Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

 

Schlechter Schlaf ist teuer

Beim Blick auf diese Zahlen wird klar: Schlecht zu schlafen ist nicht nur ungesund, sondern auch ganz schön teuer. Denn wer nachts nicht schlafen kann, greift tagsüber öfter zu Muntermachern wie Energy Drinks oder koffeinhaltigen Getränken, um trotz Müdigkeit die volle Leistung zu erbringen. Aus dem Tchibo-Kaffeereport 2018 geht hervor, dass der Umsatz von Röstkaffee in Deutschland 3.3 Millionen Euro beträgt. Das sind 64,52 Euro pro Kopf. Der Durchschnittsdeutsche trinkt 3,4 Tassen Kaffee pro Tag, doch wer übermäßige Mengen der Wachmacher konsumiert, läuft Gefahr, nachts wieder nur die Zimmerdecke anzustarren, anstatt den ersehnten Schlaf zu finden.

 

Jeder zweite Betroffene verhilft sich laut dem Gesundheitsreport der DAK im Jahr 2017 mit Medikamenten zur Nachtruhe. Schlafmittel gehören in Deutschland laut dem Marktbericht der Human Data Science Company IQVIA im Jahr 2018 zu den absatzstärksten Medikamentengruppen. Ganze 29.6 Millionen Packungen Sedativa und Hypnotika, gängige Beruhigungs- und Schlafmittel in Deutschland, wanderten im vergangenen Jahr über die Ladentheke. Jeder Vierte nimmt Schlafmittel über einen Zeitraum von drei Jahren oder länger ein. Wer sich auf diese Hilfsmittel verlässt, trägt zu einem kostenschweren Geschäft bei. Alleine Betäubungsmittel, auch Narkotika genannt, machten im Jahr 2018 bereits einen Umsatz von 782,7 Millionen Euro.

 

Kein Schlaf ist auch keine Lösung

Schläfst du regelmäßig weniger als sieben Stunden pro Nacht, dann bekommst du dreimal so häufig eine Erkältung, als jemand, der ausreichend schläft. Auch in diesem Fall kommt der Schlafentzug teuer zu stehen. In der Erkältungssaison von Oktober 2017 bis März 2018 wurden in Deutschland laut IQVIA 194 Millionen Packungen Erkältungsmittel verkauft. Das ist ein Gesamtwert von 1,4 Milliarden Euro.

 

Umsatz durch Erkältungsmittelin Deutschland im Winter des Jahres 2017 und 2018

Quelle: IQVIA

 

Besonders im Straßenverkehr hat Schlaflosigkeit seinen Preis. Durch Müdigkeit verursachte Unfälle ziehen enorme Kosten nach sich: Wenn man lediglich Unfälle mit Personenschaden auf deutschen Autobahnen in Betracht zieht, entstehen dadurch jährlich bereits Kosten von über 100 Millionen Euro jährlich. Das geht aus einer Studie des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums hervor. Bei rund einem Fünftel (18,5 Prozent) der Unfälle im Kölner Raum sei mindestens ein Unfallteilnehmer müde. Wer sich ohne ausreichend Schlaf hinters Steuer setzt, kann durch verminderte Aufmerksamkeit oder Sekundenschlaf besonders schwere Unfälle verursachen, wie etwa beim Auffahren in ein Stauende.

 

Hilfe bei Schlaflosigkeit

Schäfchen zählen und warme Milch helfen dir schon lange nicht mehr, um nachts abzuschalten? Keine Sorge, wir haben noch einige Tipps auf Lager, die dir zum erholsamen Schlaf verhelfen. Für guten Schlaf ist weniger tatsächlich mehr: Um tagsüber fit zu sein, musst du kaum Geld ausgeben. 

Kostenaufstellung der durchschnittlichen monatlichen Ausgaben für Transportmittel, Gesundheit und Kaffee in Deutschland

Bewegung im Alltag

Anstatt zu teuren Schlafpillen zu greifen, sorge tagsüber für genügend Bewegung im Alltag. Ob du nach dem Aufstehen etwas Yoga oder Morgengymnastik machst oder nach Feierabend einen ausgedehnten Spaziergang machst – körperliche Aktivität kann für einen guten Schlaf wahre Wunder bewirken. Noch dazu ist sie vollkommen kostenlos. Wer zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann sich dabei pro Monat sogar bis zu 189 Euro sparen. So viel gibt ein Ein-Personen-Haushalt nach einer Auswertung des Statistischen Bundesamtes nämlich für Verkehrsmittel, wie zum Beispiel Auto, Bus oder U-Bahn aus.

Richtige Ernährung

Auch mit der richtigen Ernährung kannst du langfristig sparen. Wer ab circa 15.00 Uhr auf koffeinhaltige Getränke und Alkohol verzichtet und abends nur noch leichte Speisen zu sich nimmt, setzt nicht nur gute Voraussetzungen für eine erholsame Nachtruhe, sondern spart dadurch auch ganz automatisch Geld für diese Genussmittel. Außerdem stärken eine ausgewogene Ernährung und der bessere Schlaf dein Immunsystem und schützen dich somit vor Krankheiten. Die monatlichen Ausgaben für Medikamente sprechen für sich: Rund 60 Euro gibt der Durchschnittsdeutsche laut des Statistischen Bundesamtes für seine Gesundheit aus. Das klingt, als sei es nicht viel? Für diesen Betrag könntest du bei Congstar drei mal einen Handytarif inklusive dem brandneuen Samsung Galaxy S9 abschließen.

Tiefer Schlaf im perfekten Bett

Helfen dir diese Maßnahmen nicht, dann kann es helfen, die Matratze, das Kopfkissen, die Bettdecke oder sogar deinen Lattenrost auszutauschen. Dein Gewicht, persönliches Temperaturempfinden und die Schlafposition entscheiden, welches Zubehör für dich das Passende ist. Viele Händler, wie zum Beispiel Bettenrid, bieten dazu eine kompetente Schlafberatung an. Eine Kaltschaummatratze erhältst du dort zum Beispiel bereits für 169,95 Euro. Da gute Matratzen in der Regel eine Lebensdauer von rund zehn Jahren haben, kostet dich diese im Endeffekt nur 1,40 Euro pro Monat. Im Vergleich dazu kostet dich Kaffee Trinken mehr als dreimal so viel Geld: 5,40 Euro zahlst du monatlich für das schwarze Gold – vorausgesetzt du bereitest jede Tasse selbst zu, anstatt sie beim Bäcker zu kaufen.

 

Für weitere Spar-Tricks zum Einschlafen, wirf mal einen Blick in unsere 25 Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit.

 

Wer jedoch unter anhaltenden Schlafstörungen leidet, sollte diese unbedingt ernst nehmen und abklären lassen, da sie häufig ein Anzeichen für körperliche oder psychische Erkrankungen sind.

Kommentare (0)

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Pin It on Pinterest

SCRATCH DEBUG :: not set