Ein eBook-Reader, ist das was für mich?

Ebookreader

Bücher werden heute online gekauft und digital gelesen, sei es auf einem E-Reader, Tablet oder Smartphone. Statistisch liest jeder fünfte Deutsche E-Books und E-Reader-Besitzer kaufen dreimal mehr Bücher als Nicht-Besitzer. Wir stellen Euch die wichtigsten Facts zum Thema zusammen und helfen Euch bei der Entscheidung.

Die Vor- und Nachteile:

Kurz und knapp: eBook Reader sind leicht, handlich, speichern Hunderte Eurer Lieblingsbücher, sie ermöglichen das Herunterladen von Büchern zu jeder Zeit, ein komfortables Lesen im Dunkeln, und: integrierte Wörterbücher erleichtern das Lesen von wissenschaftlichen Büchern oder Büchern in Fremdsprachen. Noch dazu sind eBooks in der Regel 20 Prozent günstiger als Printversionen. Auf der anderen Seite rentiert sich die Anschaffung erst nach einer Weile und regelmäßigem Gebrauch. Außerdem sind die Geräte sehr empfindlich, der Akku muss stets aufgeladen sein und digitale Bücher lassen sich nicht ohne weiteres verleihen oder gar verkaufen. Das (Digital Rights Management) kann in Deutschland nicht umgangen werden, jedoch lassen viele Anbieter es zu, ein eBook auf mehrere Geräte zu laden.
Fazit ist also: Wer viel (und Bücher parallel) liest, oft unterwegs ist, Bücher von unbekannten Autoren entdecken und Fremdwörter einfach angezeigt bekommen will, der ist mit einem eBook Reader gut bedient. Außerdem bedeutet der Kauf eines Readers nicht, dass Ihr ab und dann nicht doch auch nochmal an der Druckerschwärzer eines „echten“ Schmökers schnuppern könnt. Viele Leser greifen auf den Reader zurück, wenn sie unterwegs sind und entspannen Daheim beim Blättern in einem Buch.

Das können die Reader

Grundsätzlich solltet Ihr vor dem Kauf wissen, dass zwischen zwei Arten von Readern unterschieden wird. Die erste Variante besitzt ein Display mit E-Ink-Technologie. Diese funktionieren auf der Grundlage von kleinen Ölkügelchen, die durch eine elektrische Spannung bewegt werden. Nur das Verändern derer Anordnung benötigt Energie, also nur das Umblättern, deswegen hält der Akku bei diesen Geräten sehr lange, mitunter mehrere Wochen. Wegen dieses Prinzips wird die Akkulaufzeit oftmals in Seitenwechseln von 6000 bis 10000 Seiten gerechnet. Ein weiterer Vorteil dieser Technologie ist die gute Verträglichkeit, denn sie erlaubt erschöpfungsarmes Lesen über mehrere Stunden hinweg, auch im grellen Sonnenschein. Im Dunkeln benötigt Ihr allerdings eine zusätzliche Lichtquelle, falls das Gerät nicht wie der Kindle Paperwhite oder der Kobo Glo für ausreichend Hintergrundbeleuchtung sorgt. Variante zwei besitzt ein LCD-Display, ähnlich wie Computerbildschirme. Das Bild ist farbig und es lassen sich auch Bewegtbilder abspielen, was sich allerdings auch in einer geringen Akkulaufzeit von ein paar Stunden niederschlägt. Außerdem reflektiert ein solches Display Sonnenstrahlen in hohem Maße, was es schwierig macht bei Helligkeit entspannt zu lesen. Da LCD-Display allerdings einen geringen Herstellungspreis besitzen, sind solche Geräte oftmals günstiger.

Auch wenn Händler gerne darauf verweisen, wie viel Speicherkapazität das Gerät besitzt solltet Ihr viel mehr auf das Gewicht achten. Elektronische Bücher benötigen nur sehr wenig Speicherplatz; ein Gigabyte reicht beispielsweise für 1000 eBooks. Das Gewicht des Gerätes hingegen ist für längerfristiges, bequemes Lesen viel relevanter. Nutzt Ihr den Reader allerdings auch zum Musikhören oder Bilder speichern ist ein großer Speicher sinnvoll. Viele Geräte bieten auch eine Erweiterungsmöglichkeiten für Speicherkarten.

Amazons Reader, z.B. der Kindle WhitePaper sind Marktführer auf dem Gebiet und Testsieger der Stiftung Warentest. Dennoch sollte Euch mit dem Erwerb eines solchen Gerätes eines bewusst sein: Ihr seid an den Amazon Store und die dort im Mobi-Format angebotenen Bücher gebunden. Andere Bücher könnt Ihr auf Grund des anderen Formates nicht lesen, bevor Ihr sie nicht ins ePub-Format umgewandelt habt. E-Pub ist das meist verbreiteteste Format und wird auch in Online-Bibliotheken zum Ausleihen oder in anderen Stores zum Download von Büchern verwendet. Stiftung Warentest bezeichnet das Amazon-System deshalb als „goldenen Käfig“. Als Alternative zum Kindle werden daher die Reader Kobo Glo und tolino shine gesehen.
Generell, solltet Ihr Euch über folgende Punkte informieren:
  • Größe/Gewicht
  • Displayqualität
  • Beleuchtung
  • Touchscreen
  • Bücher-Download/Datenübertragung, z.B. Download über WLAN
  • Handhabung
  • Lesekomfort z.B. Wischgeste zum Umblättern
  • Unterstütze Formate
  • Kopierschutzsysteme
  • Speicher
  • Akkulaufzeit
  • Zusatzfunktionen z.B. MP3-Player, Internetbrowser, Textverarbeitung

Wie kommen Bücher drauf?

Entweder das Gerät bietet einen integrierten Buchshop, über den Ihr Bücher direkt herunterladen könnt oder aber in den meisten Fällen einen Internetbrowser, über den Ihr dann selbstständig auf Buchshops zugreifen könnt. Wird kein Browser geboten, so kauft Ihr die Bücher am PC und ladet sie über ein USB-Kabel auf den Reader. Programme wie Calibre, helfen Euch, auf dem PC den Überblick über das Buchsortiment zu behalten. Zwar seid Ihr mit einem Kindle an den Amazon Store gebunden, eine Amazon Prime Mitgliedschaft bietet Euch aber auch die Möglichkeit, Bücher in der Amazon Leihbibliothek auszuleihen. Monatlich darf ein Buch kostenlos aus einer Auswahl von 200.000 Büchern ausgeliehen werden. In den integrierten Buchshops Eures Gerätes findet Ihr aber auch immer wieder eine Reihe kostenloser Exemplare zum Download, darunter häufig von den Autoren selbstverlegte Werke. Verlasst Euch hier ein bisschen auf Rezensionen der anderen Kunden, so dass Ihr eine gute Wahl trefft, wenn Ihr den Autor nicht kennt. Außerdem bieten viele öffentliche Bibliotheken mittlerweile auch die Möglichkeit, eBooks auszuleihen.

eBooks verschenken?

Auf ebook.de können digitale Bücher einfach ausgewählt, gekauft und dann automatisch mit einer Grußkarte an den Empfänger per Mail verschickt werden. Dieser kann sich dann über einen Link das Buch auf seinen Reader herunterladen. Achtet jedoch unter dem Reiter „Technik“ auf die technischen Angaben, denn wie bereits beschrieben, sind nicht alle Geräte mit allen Formaten kompatibel. Geht auf Nummer sicher, dass der Beschenkte die Datei abspielen kann. Alternativ macht sich auch eine eBookCards von Edpidu gut als Geschenk. Aus einem Sortiment verschiedener Bekannter Bücher kann eine Klappkarte ausgewählt werden, die optisch wie das Buch gestaltet ist und im Inneren einen Downloadcode beinhaltet.

Reader vs. Tablet

Auf Grund der guten Hintergrundbeleuchtung, fällt das Lesen im Dunkeln auf vielen Tablets leichter als auf eBook-Readern ohne Beleuchtung. Auch das Abspielen von Apps, Filmen, Musik und Spielen sind deutliche Pluspunkte für ein Tablet. Dafür sind sie in ihrer Akkulaufzeit den klassischen Readern deutlich unterlegen. Ein Tablet-Akku hält derzeit maximal zehn Stunden. Außerdem sind eBook-Reader bei Sonnenlicht die bessere Wahl, denn Reflexionen und Spiegelungen treten eher auf den Tabletdisplays auf. Nicht zuletzt sind die Reader deutlich leichter und damit angenehmer bei langer Nutzung. Als Alternative wird jedoch das iPad Mini von der Stiftung Warentest empfohlen, das sowohl leicht als auch handlich ist. Wer also nur gelegentlich ein Buch liest und das Gerät lieber als Allrounder, also auch fürs Spielen, Surfen und Musikhören nutzen möchte, ist vermutlich mit einem Tablet besser bedient.

Das Smartphone als Alternative

Solltest Ihr nur recht selten digital lesen, könnt Ihr auch über eine spezielle eBook-App für Euer Smartphone nachdenken. Die Apple iBook-App beispielsweise ermöglicht, das Herunterladen von Büchern auf das Smartphone. Jedoch ist das Lesen längerer Texte auf dem kleinen Display auf Dauer nicht die komfortabelste Variante, aber für den einen Urlaub am Strand vielleicht ausreichend.

Kommentare (0)

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

    SCRATCH DEBUG :: not set