20 gute Gründe, (jetzt) nach London zu reisen (Teil 1)

The Shard in London

London ist immer eine Reise wert, vor allem jetzt! Wir haben ein paar gute Gründe gesammelt, warum es sich (eben gerade jetzt) lohnt, die Stadt der Gegensätze zu besuchen. Mit dabei sind einige Insider-Tipps und ein paar Ratschläge, wie ihr das Beste aus eurem Reisebudget holt.

  1. Der Euro-Pfund-Wechselkurs

Die Engländer haben gewählt und sich mit der Volksbefragung vom 23. Juni 2016 für den „Brexit“, also den Austritt aus der Europäischen Union, entschieden, wenn auch nur knapp. Die langfristigen Folgen für das Land und die EU sind derzeit nicht absehbar. Was aber sicher ist: Das Pfund hat meinem einem Schlag gegenüber dem Euro massiv an Wert verloren und wird sich nicht von heute auf morgen erholen. Somit profitiert ihr im Falle einer London-Reise vom günstigeren Wechselkurs. Ein Beispiel: Vor Bekanntgabe des Umfrage-Ergebnisses habt ihr für 100 Euro nur 76 Britische Pfund bekommen, mit dem Stand vom 15. Juli sind es ganze 83 Euro!

  1. Billigflüge nach London

Auch ist noch unklar, wie sich die Flugpreise von und nach England entwickeln. Ersten Schätzungen zufolge werden die Kosten für Flugtickets langfristig steigen, unter anderem, da die Briten durch das schwache Pfund weniger Reisefreudig sein werden. Es heißt also: Schnell zuschlagen! London wird von fast allen großen Städten zum Schnäppchenpreis angeflogen. Die meisten Billigflieger (Ryanair!) landen am Flughafen Stansted, der entweder mit dem günstigen Bus oder dem schnelleren Stansted Express erreichbar ist. Spar-Tipp: Für den Express-Zug gibt es immer eine Reihe günstiger Frühbucher-Tickets (8 Pfund), die ihr ganz einfach online buchen könnt. Wenn ihr den Flughafen Gatwick anfliegt, lohnt es sich, die einzelnen Zuganbieter zu vergleichen. Auf der Strecke des Gatwick Express fahren andere – deutlich günstigere – Züge. Aber auch dieser Schnellzug hat online immer ausgewählte Angebote parat. Außerdem: Recherchiert online den besten Preis! Am besten erreichbar ist London vom Flughafen Heathrow aus, da die Terminals über das U-Bahn-Netz mit der Innenstadt verbunden sind. Eine einfache Fahrt kostet am Wochenende sowie wochentags nach 9.30 Uhr nur 3,10 Pfund!

  1. Apropos, Transport…

Es ist super easy, sich in London mit den Öffis zu bewegen. Die einzelnen U-Bahnen haben verschiedene Farben und sind meist in Ost- und West-Strecke unterteilt, sodass ihr euch einfach zurechtfindet. Die Strecke lässt sich auch ganz einfach im Vorfeld über die Website planen. Spar-Tipp: Kauft das Ticket für Bus oder U-Bahn KEINESFALLS am Ticket-Automaten, denn dort kosten die Tickets wesentlich mehr. Den billigsten Preis staubt ihr entweder mit eurer deutschen kontaktlosen Bankomat- oder Kreditkarte ab (Achtung, vorher mit der Bank Rücksprache halten, ob die Funktion auch für das Ausland freigeschalten ist!), oder ihr legt euch eine ‚Oyster-Card‘ zu. Diese „Pay as you go“-Karte, die ihr an jeder Station aufladen könnt, lässt sich für (derzeit) 5 Pfund an verschiedenen Stellen in London kaufen, auch direkt am Flughafen. Hier gibt es weitere Infos dazu. Es lohnt sich außerdem, den wesentlich günstigeren Bus zu nehmen. Die Fahrt dauert zwar im Normalfall länger, es macht aber weit mehr Spaß, mit dem roten Doppeldecker-Busse auf Gratis-Sightseeing-Tour zu gehen. Achtung: Vor allem am Wochenende führt das Londoner Transport-Unternehmen immer wieder geplante Arbeiten an Teilen des Streckennetzes durch. Informiert euch vor und während eures London-Trips am besten auf deren Website über den aktuellen Stand.

  1. Die besten Museen der Welt – gratis!

In London findet ihr zig tolle Museen, in denen man Tage oder gar Wochen verbringen könnte – und das bei freiem Eintritt! Ob British Museum, Science Museum oder Natural History Museum, ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall! Hier ist eine Übersicht der beliebtesten Museen. Tipp: Verbindet den Ausflug zum National Maritime Museum (bei gutem Wetter!) mit einem längeren Besuch in Greenwich, wo ihr auch einen Schnappschuss der eindrucksvollen „Cutty Sark“, einem alten Transportschiff aus dem 19. Jahrhundert ergattern, könnt. Und noch ein Tipp: Die aktuellen Ausstellungen (teilweise kostenpflichtig) in den Londoner Museen wechseln regelmäßig, informiert euch am besten vor Reiseantritt, was gerade gezeigt wird. Spar-Tipp: In London gibt es zahlreiche weitere Attraktionen, wie Madame Tussauds oder das berühmte London Eye. Den besten Preis ergattert ihr hier online. Oft gibt es für weniger nachgefragte Zeiten eine Auswahl an günstigen Angeboten. Auch ein Blick auf die aktuellen Aktivitäten von Groupon kann sich lohnen.

  1. Unterhaltung vom Feinsten: Musicals und Co.

Ob Stomp, König der Löwen, Mamma Mia oder das neue Alladin-Musical – die Anzahl der täglich gezeigten Shows ist schier unbegrenzt! Unsere Tipps: Lasst euch nicht von unseriösen Ticketbüros übers Ohr hauen, die meist gar nicht den günstigsten Preis anbieten und zusätzlich auch noch eine horrende Buchungsgebühr verlangen. Den günstigsten Preis bekommt ihr aus unserer Erfahrung beim jeweiligen Theater selbst und für weniger gefragte Termine (z.B. wochentags). Hier gilt natürlich: Je besser der Sitzplatz, desto teurer das Ticket! Und noch ein Tipp: Wenn ihr Shakespeare-Theater in authentischer Atmosphäre erleben wollt, lohnt sich bei gutem Wetter ein Besuch im „The Globe“. Das Beste: Der Eintritt kostet dort nur schlappe fünf Pfund! Hier gibt’s mehr Infos und den aktuellen Spielplan.

  1. Bei Schönwetter: Ab in den Park!

London ist grüner als ihr denkt! Bei Schönwetter füllen sich die vielen Londoner Parks rasend schnell, vor allem am Wochenende. Manche Parks, wie zum Beispiel Primrose Hill, bieten zusätzlich einen atemberaubenden Ausblick auf die Londoner Skyline. In anderen Parks wiederum, wie zum Beispiel dem Hype Park, kann man sich auch ein Boot für die romantische Ausfahrt am See mieten oder eine Runde mit dem Fahrrad drehen. Zwischen dem Sightseeing eine Runde durch einen der Parks zu schlendern lohnt sich auf alle Fälle – und ist außerdem noch vollkommen gratis! Hier seht ihr eine Übersicht der 5 schönsten Londoner Parks – jeder Einzelne ist einen Besuch wert!

Park in London

  1. Londoner Gaumenfreuden (Ja, wir meinen es ernst!)

Der Ruf der britischen Küche ist weitaus schlechter als sie es verdient hat! Zugegeben, hin und wieder stolpert man über eigenartige Gerichte, aber alles in allem gibt es stets eine gute Auswahl an leckeren Menüs auf der Speisekarte – sofern man die Beschreibung als Nicht-Engländer auch versteht. Unser Tipp: Habt am besten eine Übersetzungs-App auf eurem Telefon mit dabei! 😉 Warum wir die Londoner Küche so lieben? Na, weil es neben den britischen Klassikern wie Fisch & Chips die besten Speisen aus vielen Ländern der Welt gibt – allen voran die indische Küche mit einer Vielzahl an superleckeren Currys. Wir stehen total auf die Kette „Dishoom“, die neben qualitativ hochwertigem Essen, einer glutenfreien Speisekarte und tollem Service auch eine gelungene Atmosphäre hat. Achtung: Ohne Reservierung kann man hier schon mal bis zu einer Stunde lang anstehen. Ein günstiges Curry-Lokal (meistens Bangladeshi) neben dem anderen findet ihr in der bekannten „Brick Lane“. Ihr werdet dort vermutlich vor den Restaurants angesprochen und mit Sonderangeboten in das Lokal gelockt. Tipp: Niemals das erste Angebot annehmen, am besten langsam weitergehen oder zumindest nicht sofort Interesse zeigen. So könnt ihr schon mal ein Drei-Gänge-Menü zum Preis von 14 Pfund bekommen. Alkoholische Getränke können übrigens meistens selbst mitgebracht werden, so wird der Restaurantbesuch noch günstiger. Toll sind auch die Street-Food-Märkte, die London zu bieten hat – allen voran der Borough Market (täglich 10.00 bis 18.00 Uhr). Unser Tipp: Hog Roast, gegrilltes Schweinefleisch im Brötchen, am besten mit Apfelsauce und Meerrettich. Der Markt hat aber noch viel mehr zu bieten, ein Besuch lohnt sich definitiv!

  1. Hörnchen – grau oder rot!

Ja, nicht nur Tauben, Möwen – und hin und wieder auch Füchse – prägen das Londoner Stadtbild, sondern auch Eichhörnchen, die eigentlich Grauhörnchen (Hörnchen mit grauem Fell) sind und vor 150 Jahren aus Amerika eingeschleppt wurden. Die kleinen Nager begegnen euch fast überall, mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit aber bei einem Spaziergang durch einen Park. Der traurige Aspekt: Die Tiere sind offiziell in England zur Plage geworden und haben mit einem Virus die roten Eichhörnchen mehr oder weniger verdrängt. Ein eigener Verein setzt sich übrigens für die „echten“ (roten) Eichhörnchen in England ein: The UK’s national red squirrel charity. Wir finden trotzdem: Ob grau oder rot, diese Tiere sind einfach wahnsinnig niedlich und total fotogen! 😉

Grauhörnchen in London

  1. Das Wetter (ebenfalls ernst gemeint!)

Grundsätzlich sei gesagt: Das britische Wetter ist (wie das Essen) nicht so schlecht wie sein Ruf. Es ist zumindest mild weit weniger und es regnet als ihr glaubt, vor allem im Sommer. Es regnet außerdem selten einen ganzen Tag lang – allerdings kann ein kurzer Schauer zwischendurch schon mal vorkommen, daher gilt: Der Regenschirm ist das Must-Have-Accessoire in London! Es gibt aber einen Grund, warum wir das Wetter in diese Liste aufgenommen haben. Aus Touristen-Sicht mag es ein wenig kühler als gewohnt sein, vor allem wenn eine steife Brise weht, aber das Wetter ist absolut vorhersehbar und weit weniger Schwankungen ausgesetzt als in Kontinental-Europa. Im Sommer hat es meistens um die 20 Grad – die perfekte Temperatur für Sightseeing! Und sollte das Wetter beim London-Kurztrip doch nicht so toll wie erhofft sein, hilft immer noch der Weg ins Pub oder Museum!

  1. Europas (dritt-)höchstes Gebäude

Der 310 Meter hohe „Shard“ (was übersetzt „Scherbe“ heißt) ist das markanteste Bauwerk in London und von fast überall aus zu sehen (siehe Haupt-Bild). Im Jahr 2012, als die letzte Platte an der Spitze aufgesetzt wurde, war es für ein paar Monate das höchste Gebäude Europas, wird aber inzwischen von zwei russischen Wolkenkratzern überragt. Das Gebäude ist mit 11.000 Scheiben völlig verglast. Was sich darin befindet? Büros, Luxusrestaurants, Wohnungen – und natürlich eine (teure!) Aussichtsplattform. Wenn ihr unbedingt hinauf wollt, lohnt es sich, das Ticket vorher im Internet mit 5 Pfund Rabatt zu kaufen. Hier gibt’s mehr Infos zu diesem Deal. Der Ausblick ist natürlich einzigartig, und bei klarem Wetter beträgt die Sicht bis zu 40 Meilen. Günstigere Alternativen: Ein Drink in einer der Bars. Diese sind zwar nicht ganz so hoch wie die Aussichtsplattform, aber ihr bezahlt weniger und habt zumindest etwas davon. Empfehlenswert (weil kostenlos) ist auch der so genannte „Sky Garden“, eine Art Halle mit Pflanzen in 155 Metern Höhe und einem ebenfalls guten Ausblick. Online stehen immer wieder neue Termine zur Vorab-Buchung zur Verfügung. Wenn ihr flexibel und nicht zu spät dran seid, lässt sich hier garantiert ein Plätzchen finden.

In einem zweiten Teil dieser Serie versorgen wir euch in Kürze mit weiteren 10 Gründen, warum sich ein Trip nach London lohnt. Ein Tipp vorab: Es hat auch etwas mit Savoo zu tun! 😉

Update 28. Juli 2016: Der 2. Teil ist ab sofort hier abrufbar!

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