Fasten zahlt sich aus – Die Top 5 zum Sparen durch Verzicht

Kachelbild mit Verzichtsobjekten für's Fasten: Zigarette, Steak und Süßigkeiten und der Aufschrift: Womit sparst du am meisten?

Fasten liegt bei den Deutschen im Trend. Neben besserer Gesundheit und einem geschärften Bewusstsein für den eigenen Konsum, kann gezielter Verzicht auch gut für das Sparschwein sein. Wir haben recherchiert, durch welches Verzichtsobjekt du beim Fasten für sieben Wochen am meisten Geld sparst.

Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit gaben 63 Prozent aller Deutschen an, im Jahr 2019 während der Fastenzeit auf ein Genussmittel verzichten zu wollen. Damit ist die Zahl der Fastenden in nur acht Jahren um fast 20 Prozent gestiegen. Wenn du während der Fastenzeit auf ein oder mehrere Genussmittel verzichtest, tut das nicht nur deiner Gesundheit gut. Durch den gezielten Verzicht auf etwas, das du sonst übermäßig oder oft konsumierst, schaffst du ein neues Bewusstsein im Alltag. Das wirkt sich in den meisten Fällen auch positiv auf deinen Kontostand aus. Wir haben einmal nachgerechnet, wie viel Geld du durch sieben Wochen Verzicht auf dein heimliches Laster sparen kannst.

Die Top 3 des größten Sparpotentials beim Fasten

1) Meiste Ersparnisse durch Alkohol-Fasten

Die Umfrage ergab eine handvoll Genussmittel, auf die viele Bundesbürger dieses Jahr verzichten wollen. An der Spitze der Dinge, die im Jahr 2019 in Deutschland gefastet werden, steht Alkohol. Ganze 73 Prozent der Befragten wollen diesen während der Fastenzeit aus dem Alltag verbannen. Heißt das, die Deutschen trinken auch in großen Mengen? Die Ärztezeitung bestätigt im Jahr 2018: In Deutschland nehmen Frauen durschnittlich 29 Gramm Alkohol pro Tag zu sich, Männer hingegen ganze 40 Gramm. Das sind zwei Flaschen Bier pro Tag

 

Ranking der Top 3 Genussmittel, durch deren Verzicht beim Fasten am meisten Geld gespart werden kann: Alkohol, Zigaretten und Auto fahren

 

Ganz schön viel, oder? Um zu verstehen, wie viel Geld du dir durch den Verzicht auf Alkohol sparen kannst, sehen wir uns das Ganze doch mal an einem Beispiel an. Wenn Thomas abends nach Hause kommt, gönnt er sich zur Belohnung für einen erfolgreichen Arbeitstag das wohlverdiente Feierabend-Bier (je 2,30 Euro) und nach dem Abendessen folgt meist noch eines. Freitags geht er bei schönem Wetter zudem mit seinen Kollegen in den Biergarten und trinkt dort im Laufe des Abends vier Halbe (je 3,50 Euro). Am Wochenende unternimmt er normalerweise Ausflüge mit seiner Freundin Anna und trinkt dabei zwei Bier zum Mittagessen. Über sieben Wochen hinweg gibt Thomas im Schnitt also 211,40 Euro (30,20 pro Woche) für Alkohol aus. Das ist genug Geld, um in eine neue Smartwatch zu investieren. Selbst wenn Thomas nur die Hälfte der Fastenzeit durchhält, spart er sich dadurch ganze 105 Euro.

2) Verzicht auf’s Rauchen zahlt sich aus

 

Neue und gebrauchte Zigaretten im HIntergrund, mit Kostenaufstellung der Ersparnisse der Fastenzeit, wenn aufs Rauchen verzichtet wird

 

Für Raucher ist besonders der Zigaretten-Entzug eine attraktive Möglichkeit, eine Stange Geld zu sparen. Sehen wir uns die mögliche Ersparnis am Beispiel von Lukas an: Eine Packung Marlboro, die mit 22 Zigaretten 7 Euro kostet, hält bei Lukas nicht einmal drei Tage. Pro Woche verbraucht er etwa drei Packungen und gibt dafür 21 Euro aus. Sieben Wochen lang möchte Lukas nun eine extra-lange Raucherpause einlegen, genau so wie 38 Prozent der Bundesbürger. Bei einem ähnlichen Verbrauch wie in unserem Beispiel kann man sich dadurch ganze 147 Euro zusammen sparen. Das ist so viel wie ein All-Inclusive-Urlaub in der Türkei für vier Nächte.

3) Ohne Auto günstig unterwegs

Benzin oder Diesel kosten Autofahrer regelmäßig eine ganze Menge Geld. Deshalb wollen rund 20 Prozent der Deutschen dieses Jahr während der Fastenzeit auf alternative Verkehrsmittel umsteigen. Nehmen wir einmal an, Ben fährt jeden Tag zehn Kilometer mit dem Auto zur Arbeit. Da sein Wagen 6.5 Liter Benzin pro 100 Kilometer verbraucht, kommt Ben pro Arbeitswoche tatsächlich auf ganze 6.5 Liter Sprit. Für die nächsten sieben Wochen möchte er jedoch auf sein Auto verzichten und legt seinen Arbeitsweg solange mit dem Fahrrad zurück.

Dadurch kann er sich eine Menge Geld sparen. Im bundeswerten Durchschnitt kostet ein Liter Super Benzin nämlich 1.36 Euro (Stand 05. März 2019 bei Benzinpreis). Über sieben Wochen hinweg, kann Ben durch den Autoverzicht also rund 62 Euro (8,84 Euro pro Woche) zur Seite legen. Dafür kann er sich bei Kinguin den Gamekey für Assassin’s Creed Odyssey Ultimate Edition für XBOX kaufen.

 

Ernährung ohne Süßigkeiten und Fleisch zahlt sich aus

4) Gut für’s Budget, gefährlich für Rettungsringe: Verzicht auf Süßes

 

Person mit einem angebissenen Krapfen in der Hand, im Vordergrund Kostenaufstellung der Ersparnisse, wenn beim Fasten auf Süßigkeiten verzichtet wird

Anna nimmt es sich dieses Jahr ganz fest vor: Sieben Wochen lang keine Süßigkeiten, überhaupt gar keine. Damit ist sie nicht die Einzige: Ganze 67 Prozent der Deutschen haben heuer diesen Vorsatz gefasst. Zwar ist unsere Anna Beispiel nicht die typische Naschkatze, aber sie genießt eben nach dem Abendessen gerne ein süßes Dessert und eine Tüte Gummibärchen zur neuesten Episode ihrer Lieblingsserie. Eine Tüte Haribo-Bären bekommst du bei Real für etwa einen Euro. Eine 2er-Packung Tiramisu gibt es für 1,99 Euro und einen Vorteilspack von 10 Milchschnitten ebenfalls für 1,99 Euro. Gehen wir davon aus, dass Anna diesen Süßigkeiten-Vorrat in etwa zwei Wochen vernascht hat. Das bedeutet, sie gibt in dieser Zeit rund 5 Euro für Süßigkeiten aus und in sieben Wochen rund 17,50 Euro. Dafür kann sie sich bei Douglas einen Highlighter von Amber Valetta oder einen edlen Nagellack von Yves Saint Laurent kaufen.

5) Sparen durch Fleisch-Fasten

Wie 46 Prozent der Bundesbürger, möchte auch Lena während der diesjährigen Fastenzeit mal ganz auf Fleisch verzichten. In einer normalen Woche isst sie ungefähr viermal Fleisch zu Hauptmahlzeiten, in der Mittagspause gibt es ab und zu mal ein Schinkenbrot und am Wochenende Rühreier mit Speck. Damit ist sie wie der Durchschnittsdeutsche, der im Schnitt 59,7 Kilogramm Fleisch pro Jahr isst. Im Monat sind das fast fünf Kilogramm pro Monat. Was das kostet?

Nehmen wir einmal an, Lena kauft bei Edeka 500 Gramm gemischtes Hackfleisch für circa 2,50 Euro. Die leckere Lasagne reicht ihr für drei Mahlzeiten. Eine 200 Gramm Packung Schwarzwälder Schinken von Rewe für 1,99 Euro versorgt Lena etwa eine Woche lang mit Sandwiches für Zwischendurch. Was davon übrig bleibt, brät sie am Wochenende als Beilage für ihre Frühstückseier an. Am Sonntag gönnt sie sich ein leckeres Gulasch. Für 400 Gramm Rindergulasch zahlt sie bei Real 3,19 Euro. Pro Woche gibt Lena demnach fast 7,68 Euro für Fleischprodukte aus. Hält sie die Fastenzeit tapfer durch, dann spart sie durch ihren Fleischverzicht mehr als 53,76 Euro. Im Converse-Sale kann sie dafür ein brandneues Paar Schuhe und dazu sportliche Leggings abstauben. Ist dir die Fastenzeit zu lange, um auf Fleisch zu verzichten, dann probier doch mal die 5-Tage Savoo-Veggie-Challenge.

Spart überraschend wenig: Fasten von Handy und Fernsehen

Trotz hohem Konsum kaum Ersparnisse beim TV-Fasten

 

Paarauf dem Sofa mit Popcorn und TV Fernbedienung in der Hand, im Vordergrund Kostenaufstellung der Ersparnisse durch einen Verzicht auf Fernsehen während der Fastenzeit

 

Du möchtest, wie 39 Prozent der Deutschen, während der Fastenzeit mal komplett auf die Mattscheibe verzichten? Kein Wunder, denn laut Statista sehen die Deutschen ab 14 Jahren im Schnitt etwa 230 Minuten fern – und das jeden Tag.

Auch Simon verbringt ganz schön viel Zeit vor dem Fernseher. Wenn Simon wochentags von der Arbeit nach Hause, kocht er ein schnelles Essen und macht es sich dann damit etwa um 18.30 Uhr vor seinem 120-Watt-Fernseher bequem. Nebenbei räumt er noch ein bisschen die Wohnung auf, packt seine Aktentasche für den nächsten Tag und gießt seine Zimmerpflanzen. Abgeschaltet wird der TV jedoch erst, wenn Simon um circa 22.30 Uhr ins Bett geht. Das Gerät läuft also rund 4 Stunden pro Tag. Am Wochenende sieht er manchmal mehr, manchmal weniger fern – je nach Wetter. Pro Woche kommt er damit im Schnitt auf 30 Stunden vor der Mattscheibe. Über die Fastenzeit hinweg sind das 120 Stunden weniger, die der Fernseher läuft. Ob da nebenbei noch ein großes Plus bei der Stromrechnung rausspringt?

Wir haben mal nachgerechnet: Simon verbraucht 14.400 Wattstunden oder 14.4 Kilowattstunden (kWh) weniger. Da eine kWh laut Welt durchschnittlich 28 Cent kostet, spart er dadurch rund 4 Euro. Damit kann er sich gerade mal zwei Tiefkühl-Gerichte kaufen.

Auch ohne Fasten günstig: Nutzung von Smartphone und Computer

 

Im Hintergrund vier junge Frauen in einer Reihe mit Smartphones in der Hand, im Vordergrund Kostenaufstellung zu Kosten für Akkuladung des Handys, die durch einen Verzicht während des Fastens gespart werden können

 

Weniger Stress und mehr Zeit für Freunde, Familie und nicht zuletzt sich selbst – das verspricht sich Marina von ihrem siebenwöchigen Smartphone-Entzug. Damit gehört sie zu einem wachsenden Teil der deutschen Bevölkerung, der während der Fastenzeit das Handy zur Seite legt. Die Zahl der Smartphone-Fastenden, heuer sind es ganze 29 Prozent der Deutschen, ist im Vergleich zum vergangenen Jahr um 8 Prozent gestiegen. Fast jeder Dritte wünscht sich also weniger Zeit am Handy oder Computer.

Dabei denken vermutlich die wenigsten daran, was sie dabei an Stromkosten einsparen können. Marina spielt auf ihrem Arbeitsweg im Bus Candy Crush und postet besondere Momente ihres Lebens in ihre Instagram-Story. Das zieht ganz schön am Akku und deshalb muss Marina ihr Smartphone etwa zweimal pro Tag aufladen. Das wird ganz schön teuer, oder? Stimmt gar nicht, sagt die FAZ. Denn wenn Marina sieben Wochen lang aufs Handy verzichtet, spart sie sich 100 Akkuladungen – und die kosten im Durchschnitt bis zu 60 Cent. Dafür kann Marina sich gerade mal eine Packung Kaugummi kaufen.

 

Nicht jede Fastenkur garantiert also einen gut gefüllten Geldbeutel. Sparst du bei Handy, Computer und Fernsehen auch nicht besonders viel Geld ein, so gewinnst du doch bedeutend mehr Zeit, um die Dinge zu tun, die dich glücklich machen. Das ist auch einiges wert, oder?

Kommentare (1)

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  1. Alabama18

    12 Monaten ago

    Ich lebe nach einem ähnlichen Konzept. Danke für den Beitrag. Manchmal kann es auch einfach reichen, in dem man nur kleine Abstufung macht. Mal die günstige Schokolade oder zum Beispiel beim grossen Mercedes einfach mal den Vorführwagen fahren. Das spart richtig viel auf Dauer!

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